IBM Supercomputer “Watson” bei Jeopardy

Geschreiben von Paltar am February 15, 2011 in Internet |

1997 trat IBMs Deep Blue gegen den Schachweltmeister Garry Kasparov an und gewann. Nun schickt IBM wieder einen Supercomputer ins Rennen, um gegen menschliche Champions anzutreten. Diesmal aber nicht in Schach sondern in der Quizshow Jeopardy.

IBMs Watson, so der Name des neuen Supercomputers, tritt an gegen 2 der erfolgreichsten Jeopardy Kandidaten aller Zeiten. Brad Rutter gewann insgesamt über 3,2 Millionen Dollar. Ken Jennings gewann ganze 74 Sendungen in Folge. Nun müssen die beiden zeigen, ob sie auch gegen einen Supercomputer gewinnen können.

Einige werden vielleicht fragen, was so besonders an diesem Wettkampf ist. Google, Wikipedia und Co überhäufen uns doch täglich mit tausenden Antworten auf unsere Fragen. Warum also der Rummel um Watson? Während Google “nur” Schlagworte nimmt und alle dazu passenden Seiten listet braucht es etwas mehr, um bei Jeopardy gewinnen zu können. Watson muss natürlichsprachliche Fragen verstehen und sich dann auf eine Antwort festlegen. Und gerade bei Jeopardy enthalten die Fragen subtile Hinweise, Wortspiele und andere sprachliche Konstrukte mit denen bisherige Computer überhaupt nicht zurechtkommen. Wenn Watson auch nur einigermaßen mit seinen menschlichen Gegnern mithalten kann, zeigt das schon einen riesigen Fortschritt bei Verarbeitung natürlicher Sprache.

Gestern wurde der erste Teil der Sendung ausgestrahlt. Heute und morgen geht es noch weiter. Die erste Runde endete mit einem Gleichstand zwischen Watson und Rutter mit jeweils 5000 $ während Jennings gerade mal 2000 $ für sich verbuchen konnte. Watson macht damit schon mal einen sehr guten Eindruck und ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Wer die ganze Sendung sehen will: Ich habe das Video bei YouTube gefunden:

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